Die jüngsten Opfer von Auschwitz

Das Schicksal der Schwangeren und Kinder während der Evakuierung von den Häftlingen im Januar 1945.

Helena Kubica, Man darf sie nie vergessen. Die jüngsten Opfer von KZ Auschwitz, Multimedia CD, O¶wiêcim 2005

Am Ende der Kolonne der aus den Baracken von Birkenau hinausgejagten tyrannisierten Häftlingsfrauen schleppten sich die Kranken und Schwangeren dahin, denen es an der elementarsten ärztlichen Betreuung fehlte. Diese verelendeten, leidenden menschlichen Skelette quälten sich, in viel zu karge Kleidung gehüllt, seit vielen Monaten hungernd, einen Laib vertrocknetes Schwarzbrot unter den Arm gepreßt, mit großer Mühe durch die Schneewehen. Oft stolperten sie über erfroren am Boden liegende, verschneite Häftlingsleichen.

Ich erinnere mich, wie wir uns am Abend des ersten Tages irgendeiner Siedlung näherten. Vor uns zeichnete sich die dunkle Silhouette einer Anhöhe ab, oben darauf ein beleuchtetes Haus.

Plötzlich vernahmen wir das Schreien einer Häftlingsfrau, bei der die Geburtswehen eingesetzt hatten. Da sie nicht mehr weiter konnte, stieg sie in den Straßengraben und setzte sich hin. Uns packte Entsetzen. Wir konnten ihr nicht die geringste Hilfe leisten, denn wir verfügten über gar nichts, und außerdem durfte man nicht stehenbleiben. Die Mutter der Schwangeren wollte bei der kreißenden Tochter bleiben, wurde aber von einem SS-Mann weggestoßen und kehrte verzweifelt in die Kolonne zurück.

Das Mädchen - Häftling von KZ Auschwitz

Meine Gefährtin Helena Pachacka (Nr. 88202) und ich hofften, daß die Schwangere in dem Graben geblieben wäre und geschafft hätte, sich im Schutze der Nacht zu dem nahegelegenen Haus zu schleppen, wo sich wohl ein Mensch gefunden hätte, der ihr geholfen hätte.

Die hitlerschen Schurken schenkten aber selbst einer gebärenden Frau nicht das Leben! Nachdem wir ein gutes Dutzend Schritte zurückgelegt hatten, hörten wir die Schüsse des SS-Mannes, der die kreißende Frau und das Kind in ihrem Schoß ermordete. Das war für uns - vor allem für die Schwangeren - ein furchtbares Erlebnis!!!

Quelle: APMAB. Komplexe Erklärungen, Bd. 91, S. 10. Bericht der ehemaligen Gefangenen des KZ Auschwitz Alina Cielemiêcka-Naci±¿ek, Häftlings-Nr. 87947, die - selbst schwanger - auf den "Todesmarsch" geschickt wurde.

Am 18. Januar abends, als aus der Ferne deutlich das dumpfe Grollen der Frontartillerie zu hören war, trieb man unsere mit erwachsenen Häftlingen vermischte Kolonne ins Stammlager Auschwitz I. Unterwegs brannten in der Nähe des Wachgebäudes offene Feuer mit Unterlagen über die Ermordeten; man verbrannte die sogenannten Totenmeldungen.

(...) In der frostklaren, funkelnden Januarnacht brach der Todeszug auf dem schlesischen Weg nach Westen auf, eskortiert von den an den Seiten marschierenden SS-Posten mit Karabinern in den Händen. Nach ein paar Kilometern Marsch Nebenstraßen entlang kamen wir an den Leichen erschossener Frauen vorbei, denn vor uns wurden Häftlingsfrauen dahingetrieben, und diejenigen, die keine Kraft mehr hatten, wurden unterwegs ermordet. (...)

Morgens ging der Marsch weiter. Bis heute habe ich immer noch den erschütternden Anblick der quer auf der Chaussee liegenden Leiche einer Frau mit zerschmettertem Schädel vor Augen. Wir mußten über sie hinwegspringen, und die Militärfahrzeuge fuhren darüber hinweg. (...)

Nach dem ganztägigen Marsch trieb man uns spät abends in eine große Scheune, wo wir, zu Tode erschöpft, in tiefen Schlaf verfielen. Es war noch dunkel, als man uns morgens aus dem Schlaf riß und zum Weitermarsch antrieb. Ich hatte große Schwierigkeiten, die gefrorenen Gamaschen über die Füße zu streifen. Das kostete mich viel Kraft. Und wieder kämpfte sich der lange Elendszug den ganzen Tag hindurch über die verschneite schlesische Straße, lediglich zu zwei oder drei kurzen Verschnaufpausen halt machend. Die Nacht verbrachten wir ebenso auf irgendeinem Gehöft, um am frühen Morgen wieder aufzubrechen.

Der Knabe - Häftling von KZ Auschwitz

Nachmittags erreichten wir einen kleinen Bahnhof (wahrscheinlich Wodzis³aw), und dort stopfte man uns nach ca. 80 km Fußmarsch zu mehr als jeweils 100 Mann in offene Kohlewaggons. (...) Erst spät nachts fuhr der Transport los, aber er kam nicht weit; der Zug blieb bald für einige Zeit stehen, um dann ein paar Stunden lang in entgegengesetzter Richtung weiterzufahren. Am nächsten Tag kam der Zug keinen einzigen Kilometer voran. In der Nacht wiederholte sich dasselbe Abenteuer wie zuvor. Am Tag sah die Situation genauso aus.

Wir waren uns über das Tragische unserer Lage klar. Viele von uns hatten keinen einzigen Bissen Brot mehr, und die SS-Leute fragten die Waggons ab: "Wieviel Tote?" Wir überlegten uns, ob es nicht besser gewesen wäre, aus dem Waggon zu springen und durch eine Kugel zu sterben, als den Hungertod zu erleiden. Schließlich fuhr der Zug nachts los und machte morgens, am siebten Tag der Evakuierung, auf einem größeren Bahnhof in der Tschechoslowakei (Bogumin) halt. Dort warfen uns die Bewohner einige Brote in den Waggon, und das munterte unsere Kräfte deutlich auf. An diesem Tag fuhr der Zug mit Volldampf weiter, unsere Laune verbesserte sich, und nach mehreren Stunden befanden wir uns auf dem Boden Österreichs. (...)

Am Nachmittag des 25. Januar 1945 erreichte der Transport den Bahnhof Mauthausen. Nur mühsam krochen wir aus den Waggons und zogen auf einem schwierigen Weg bergan durch die Stadt in Richtung Lager, bespuckt und mit Schneebällen beworfen von braungekleideten Hitlerjungen.

Quelle: Lech Szaw³owski, Z prze¿yæ warszawskich dzieci w obozach hitlerowskich (Über die Erlebnisse Warschauer Kinder in NS-Lagern), in: "Przegl±d Lekarski - O¶wiêcim", 1972, Nr. 1, S. 161f. Erinnerungen des zwölfjährigen Leszek Szaw³owski, ehemaliger Häftling der Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau (Nr. 192799), Mauthausen und Melk.


Fotos: Am 27. Januar 1945 aus dem KZ Auschwitz befreite Kinder. Die unmittelbar nach der Lagerbefreiung gemachten Aufnahmen zeigen gerettete Kinder, mit ihrem Schicksal verknüpfte erhaltene KZ Objekte sowie Sachen ermordeter Kinder.

Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens.
Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens.
Die Fotos wurden Ende Januar, Anfang Februar 1945 von einem namentlich unbekannten sowjetischen Kameramann in Birkenau aufgenommen. Sie zeigen nicht identifizierte Kinder der Baracke Nr.  2 im Abschnitt BIIe. In dieser Baracke befanden sich unmittelbar vor der Befreiung hauptsächlich jüdische Kinder. Außerdem waren dort polnische und russische Kinder untergebracht (s. nachstehendes Dokument). Es handelt sich um Aufnahmen der Hauptkommission zur Untersuchung von Verbrechen gegen das polnische Volk - Institut des nationalen Gedenkens. Belegung mit Häftlingen und Kindern in den einzelnen Baracken des Frauenlagers von Birkenau (Sektor BIIe) am 26.01.1945. Es handelt sich um eine Seite aus dem Notizbuch, das die von den anderen weiblichen Häftlingen zur Lagerältesten gewählte Stanis³awa Jankowska vom 17.01. bis zum 27.01. geführt hat.  Katarzyna Beer bzw. Katarina Beerová, slowakische Jüdin, geb. am 30.01.1937 in Zwolén. Vor der Deportation ins Lager wohnte sie mit ihrer Familie in Bratislava. Am 03.11.1944 brachte man sie, ihre Mutter Magdalena und ihren Vater Pavel mit einem Transport slowakischer Juden vom Lager Sereth ins KZ Auschwitz. Es war der erste Transport, der dort eintraf, nachdem der Befehl ergangen war, die Vergasung der Juden einzustellen. Alle Zugänge (insgesamt 900 Pers.) - Kinder, Frauen und Männer - wurden ohne Selektion ins Lager eingewiesen. Das Mädchen bekam die Nr.  A-26857 und die Mutter die Nr.  A-26856. Die Mutter brachte man schon im November 1944 ins KZ Buchenwald, Außenlager Lippstadt, von wo sie nach dem Krieg in die Heimat zurückkehrte. Der Vater kam ums Leben. Das Foto machte Ende Januar 1945 ein sowjetischer Kameramann im ehemaligen Lager Birkenau. Katarzyna Beer vor der Baracke in Birkenau (Sektor BIIe), in der sie bis zur Befreiung untergebracht war. Das Foto entstand Ende Januar 1945.
Iwan Dudnik, Russe. Zum Zeitpunkt der Befreiung war er 15 Jahre alt. Der Aufenthalt im Lager hatte ihn in den Wahnsinn getrieben. Das Foto nahm am 14.02.1945 der russische Kameramann R. Maselew auf. Das Original befindet sich im staatlichen russischen Archiv für Kino- und Fotodokumente in Krasnogorsk. Auf dem Foto hat sich in der Gruppe der befreiten Häftlinge vorne rechts Jiøi Steiner wiedererkannt, ein am 20.05.1929 in Prag geborener tschechischer Jude. Er wurde im September 1943 mit seinen Eltern und seinem Zwillingsbruder Zdenek ins KZ Auschwitz eingeliefert. Sie wurden ins Familienlager für Juden aus dem Ghetto Theresienstadt (Sektor BIIb) eingewiesen. Im Lager wurden die beiden Jungen zu Opfern der Experimente des SS-Arztes Dr. Josef Mengele. Daher ließ man sie in der ersten Phase der Auflösung des Familienlagers im März 1944 am Leben. Ihre Eltern kamen am 08.03.1944 in der Gaskammer um. Zum Zeitpunkt der Befreiung wog der 15jährige Jiøi bei einer Körpergröße von 1,30 m 28 kg. Nach der Befreiung kehrten die Jungen im März 1945 in die Tschechoslowakei zurück. Die Aufnahme entstand direkt nach dem Einrücken der sowjetischen Soldaten ins Stammlager Auschwitz I. Häftlinge - Erwachsene und Kinder - verlassen das Lager Birkenau. Die Aufnahme stammt aus einem Wochenschau-Dokumentarbericht über die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, gedreht von Kameraleuten der I. Ukrainischen Front.
Oleg Mandiæ (links), Jugoslawe, geb. am 05.04.1933 in Susak, ins KZ Auschwitz deportiert am 14.07.1944 zusammen mit seiner Mutter Newenka und seiner Großmutter Olga (ebenfalls auf dem Foto) mit einem Häftlingstransport aus Triest. Der Grund für ihre Verhaftung war das Wirken des Vaters und des Großvaters des Jungen, die Partisanen von J.B. Tito waren. Sein Vater, Dr. Oleg Mandiæ, war außerdem Mitglied der jugoslawischen Regierung. Im Lager bekam der Junge die Nr.  189488, die Mutter die Nr.  82605 und die Großmutter die Nr.  82606. Im März 1945 wurden sie auf Sonderbefehl des Mitglieds des Verteidigungsrates der UdSSR Nikolaj A. Bulganin von O¶wiêcim (von Krakau aus mit dem Flugzeug) nach Moskau gebracht und der jugoslawischen Mission übergeben. Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front.
Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front. Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front. Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front.
Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front. Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front. Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front.
Aus dem Lager Birkenau befreite Kinder. Die Aufnahmen stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus den Sammlungen des militärmedizinischen Museums in Sankt Petersburg. Gedreht wurden sie Ende Februar, Anfang März 1945 auf dem Gelände des ehemaligen Stammlagers Auschwitz I von einem Aufnahmeteam der I. Ukrainischen Front. Henryk Sytner - polnischer Jude, geb. am. 29.01.1937 in Kalisz, wurde mit seinem Vater Leo und seiner Mutter Leokadia aus dem Arbeitslager fuer Juden aus Pionki am 31.07.1943 ins KL Auschwitz gebracht. Er erhielt die Nr.  B-1157. Die Befreiung erwartete er im KL Auschwitz, sein Vater hingegen kam im KL Gross-Rosen, nach der Verlegung aus Auschwitz, ums Leben. Seine Mutter erlebte die Evakuierung des Lagers und kehrte 1946 nach Polen zurück. Henryk Sytner (in der zweiten Reihe der Zweite von rechts, der Junge mit Kappe) mit anderen befreiten Kindern.
Das Mädchen links ist wahrscheinlich Tova Grossman, eine etwa sechs Jahre alte, aus Tomaszów Mazowiecki stammende polnische Jüdin. Sie wurde am 30.07.1944 vom Juden-Arbeitslager in Starachowice ins KZ Auschwitz eingeliefert. Der Junge ganz hinten rechts ist wahrscheinlich Mano Adler (heute Marck Berkovitz), ein am 15.02.1932 geborener Jude aus der Tschechoslowakei, der im April 1944 von der Ortschaft Slatynsky Dolly bei Sighet zusammen mit seiner Mutter, seiner Zwillingsschwester Feige (Fanny) und weiteren Familienangehörigen ins KZ Auschwitz eingeliefert wurde. Im Lager bekam er die Nr.  A-7739 und seine Schwester die Nr.  A-6029. Beide waren Opfer der Experimente des SS-Arztes Dr. Josef Mengele. Die Mutter fand in Auschwitz den Tod. Alice Ziemlich (mit Mütze), geb. am 13.03.1930, und Gertruda Mangel, geb. am 14.08.1932, Jüdinnen aus der Slowakei, am 03.11.1944 vom slowakischen Sereth aus ins KZ Auschwitz deportiert. Alice bekam die Nr.  A-27218 und Gertruda die Nr.  A-27165. Gertruda wurde im Lager zum sog. Strafstehen verurteilt, d.h. sie mußte zwölf Stunden lang barfuß im Frost stehen, während Alice bei der Arbeit erfrorene Füße bekam. Eine nach der Befreiung durchgeführte ärztliche Untersuchung ergab bei Alice Erfrierungen 2. Grades und bei Gertruda Erfrierungen 3. Grades. Die Fotos stammen aus dem Wochenschau-Dokumentarbericht und aus dem Zentralarchiv der UdSSR. Das Archiv des Auschwitz-Museums bekam sie 1958. Die erfrorenen Füße Alice Ziemlichs und Gertruda Mangels.
Eine von zwei Schwestern Lustig-Braver (ursprünglich Drillingsschwestern), Jüdinnen aus Ungarn, geb. am 22.12.1942. Eva, Nr.  A-5121, Agnes, Nr.  A-5122, und Judith, Nr.  A-5123, waren zusammen mit ihrer Mutter im Mai 1944 mit einem Transport ungarischer Juden ins KZ Auschwitz gekommen. Im Lager führte Dr. J. Mengele medizinische Experimente an ihnen durch, nach denen Eva starb. Agnes starb erst nach der Befreiung, am 04.04.1945, im Krankenhaus des polnischen Roten Kreuzes. Nur Judith und ihre Mutter überlebten. Die ärztliche Untersuchung des Mädchens ergab allgemeine Auszehrung 3. Grades und Keuchhusten. Möglicherweise ist Agnes das Mädchen auf dem Foto. Ein aus dem Lager befreites Kind von etwa zwei Jahren, Geschlecht und Nationalität unbekannt. Josef Hajman oder Tajman, vierjähriger Jude aus der Slowakei, ins KZ Auschwitz deportiert am 03.11.1944 von Sereth aus. Im Lager bekam er die Nr.  B-14095. Die nach der Befreiung durchgeführte ärztliche Untersuchung ergab bei ihm allgemeine Auszehrung 3. Grades, Skorbut und einen inneren Bluterguß. Er verstarb am 30.03.1945. Benkel (Benkiel) Feinod oder Fajwel, 17jähriger polnischer Jude, ins KZ Auschwitz eingeliefert im August 1944 von £ód¼ aus. Am 21.08.1944 bekam er die Nr.  B-7576. Zur Quarantäne wies man ihn ins Juden-Durchgangslager (Sektor BIIe) ein. Dort wurde er von einem Posten am Kopf angeschossen, als er sich dem Zaun näherte, um einer Frau im Nachbarlager ein Stückchen Brot zu geben. Die ärztliche Untersuchung ergab bei ihm eine zentrale rechtsseitige Lähmung der oberen und unteren Gliedmaßen.
Benkel (Benkiel) Feinod oder Fajwel, 17jähriger polnischer Jude, ins KZ Auschwitz eingeliefert im August 1944 von £ód¼ aus. Am 21.08.1944 bekam er die Nr.  B-7576. Zur Quarantäne wies man ihn ins Juden-Durchgangslager (Sektor BIIe) ein. Dort wurde er von einem Posten am Kopf angeschossen, als er sich dem Zaun näherte, um einer Frau im Nachbarlager ein Stückchen Brot zu geben. Die ärztliche Untersuchung ergab bei ihm eine zentrale rechtsseitige Lähmung der oberen und unteren Gliedmaßen. Judith Rosenbaum, ungarische Jüdin, geb. am 25.03.1934, ins KZ Auschwitz deportiert am 01.06.1944 zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Ruth. Bei der Selektion wurden sie und andere Zwillinge als Versuchskaninchen für Dr. Mengele ins Lager eingewiesen. Dort bekam Judith die Nr.  A-7055 und Ruth die Nr.  A-7054. Beide erlebten die Befreiung, aber am 23.03.1945 starb Ruth, weil es Komplikationen nach der Amputation ihrer Füße gab. Beim Strafstehen (12 Stunden barfuß bei Frost), zu dem die Kinder verurteilt worden waren, weil eines von ihnen beim Appell fehlte, hatte sich Ruth die Füße erfroren, und sie mußten amputiert werden. Pavel (Palko) Blum, tschechoslowakischer Jude, geb. 1938, am 03.11.1944 mit seinen Eltern von Sereth aus ins KZ Auschwitz deportiert. Im Lager bekam er die Nr.  B-13979 und sein Vater Julius die Nr.  B-13980. Die Häftlingsnummer der Mutter ist nicht bekannt. Die Mutter wurde in ein Lager im Innern Deutschlands verlegt, von wo sie wahrscheinlich nicht mehr zurückkehrte. Pavel und sein Vater blieben bis zur Befreiung in Auschwitz. István (Stephen) Bleyer, ungarischer Jude, geb. am 22.11.1930 in Komádi, am 01.07.1944 mit einem Transport ungarischer Juden vom Ghetto in Nagyvárad ins KZ Auschwitz deportiert. Im Lager bekam er die Nr.  B-14615.
Leiche eines namentlich unbekannten Kindes. Das Foto entstand kurz nach der Befreiung, im Januar/Februar 1945, auf dem Gelände von Birkenau. Aufnahmen von der Autopsie im Frühjahr 1945, durchgeführt von der sowjetischen und der polnischen Kommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen in Polen. Aufnahmen von der Autopsie im Frühjahr 1945, durchgeführt von der sowjetischen und der polnischen Kommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen in Polen. Aufnahmen von der Autopsie im Frühjahr 1945, durchgeführt von der sowjetischen und der polnischen Kommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen in Polen.
Aufnahmen von der Autopsie im Frühjahr 1945, durchgeführt von der sowjetischen und der polnischen Kommission zur Untersuchung der deutschen Verbrechen in Polen. Leiche einer Mutter mit ihrem Neugeborenen im Massengrab. Einzelbild aus dem Dokumentarbericht über die Befreiung des Lagers.


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Mehr: Aktion Reinhard Camps | Remembering Catastrophe: Nazi Camps Today
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Jugendliche über Vergangenheit und Zukunft; Entwurf: Stefan Wilkanowicz; Redaktion: Maria Osterwa-Czekaj;
Design: Marcin Gajownik, Marek Tobolewski; Übersetzung: Justyna Pi±tkowska-Osiñska, Tomasz Ponik³o (Englisch), Katarzyna Kopeæ (Deutsch), Andrzej Rynkar, Eliza Kasprzak (Französisch); PRZEK£ADY.PL (Russisch).
- Es wurden verwendet: Fotoservice "Köln 2005" (Zentrum für Dialog und Gebet in O¶wiêcim),
Helena Kubica "Man darf sie nie vergessen" (Das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, O¶wiêcim 2005),
"Menschen guten Willens" unter der Leitung von Henryk ¦wiebocki (Das staatliche Museum Auschwitz-Birkenau, O¶wiêcim 2005),
Filmarchiv von Leszek Stafiñski (Kraków).

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